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Station 23

Rittergut

Pause auf dem Gutsgelände

Die Lage am Ende des Dorfes sowie die getrennte Anordnung der Rittergutsflur von der Dorfflur unmittelbar hinter dem Rittergut deuten darauf hin, dass Herrensitz und Dorf gemeinsam angelegt wurden. Da der Herrensitz an der tiefsten Stelle lag, konnte er nur durch Wassergraben und Wall geschützt werden. Der ringförmige Wassergraben auf dem Meilenblatt 197 sowie die im Messtischblatt von 1911 verzeichneten Grabenreste sprechen für eine Turmhügelburg mit umlaufendem Wassergraben, wie sie 1983 auch vom Landesamt für Archäologie vermutet wurde. Die Wirtschaftsgebäude lagen außerhalb der Burg und blieben ungeschützt. Eine bequemere, jedoch ungeschützte Schlossanlage dürfte spätestens im 14. Jahrhundert entstanden sein. Möglicherweise blieb die Turmhügelburg noch zeitweise als Zufluchtsort erhalten, bis sie abgetragen und der Wassergraben in die Parkgestaltung einbezogen wurde. Am 1. Mai 1847 brannten die herrschaftliche Brauerei sowie das angrenzende Gebäude mit Durchfahrt und Gefängnis nieder. Die Brauerei wurde danach kostspielig neu errichtet. Letzter Besitzer von 1911 bis 1945 war Kurt Reinhold Wunderling. Obwohl er nie der NSDAP angehörte und den Betrieb ordnungsgemäß führte, wurde er im Zuge der Bodenreform enteignet und am 13. Oktober 1945 mit seiner Familie auf die Insel Rügen verbannt. Nach 1945 gingen alle Gebäude in Volkseigentum über. Die Wirtschaftsgebäude und Ställe nutzte zunächst die MAS, ab 1952 schrittweise die MTS; später wurden sie zu Werkstätten und Büros der LPG umgebaut.


1953 entstand im Schloss ein Lehrlingswohnheim, in dem erstmals 19 Jugendliche zum Landwirt ausgebildet wurden. 

Außerdem wurden eine Arztpraxis und ein Kindergarten eingerichtet; im Gesindehaus vermietete man Wohnungen. Im Dezember 1959 zerstörte ein Dachstuhlbrand das Schloss, dass später abgerissen wurde. Heute sind nahezu alle Gebäude beschädigt, und der Park gerät zunehmend in einen verwahrlosten Zustand.

drohnenflug

Drohnenflug 2026

Ein herzliches Dankeschön an alle Eigentümerinnen und Eigentümer sowie deren Nachbarschaft! Durch euer Verständnis und eure Unterstützung konnten wir die Drohnenaufnahmen der bedeutendsten Gebäude Neukirchens für die Aktion „Ritt durch Neukirchen“ erfolgreich realisieren. Ein besonderer Dank gilt unserem Drohnenpiloten Peter Neuber für seinen professionellen Einsatz.

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